Projekt „Lernen lernen“ in der Klasse M7b im November 2014

 

Die Aufnahme in den M-Zweig ist geschafft und die Freude darüber war für 27 SchülerInnen groß. Dennoch stellte sich schnell heraus, dass es ohne Hausaufgaben und Lernen nicht gehen wird.

 

Um den SchülerInnen die Umstellung zu erleichtern und ihnen zu zeigen, was alles dazu beitragen kann, das Lernen effektiver zu gestalten, fand in der M7b in Zusammenarbeit mit der Jugendsozialarbeit das Projekt „Lernen lernen“ statt. Im Zeitraum von vier Schulwochen (Okt./ Nov. 2014) wurden in sieben Einheiten folgende Aspekte thematisiert.

 

  • Bestandsaufnahme - wie lerne ich bisher?

  • Der Lerneinstieg

     

  • Aufteilung der Hausaufgaben in Portionen

  • Die Reihenfolge der Hausaufgaben

  • Ähnliches und Leichtes lernen

  • Wann sind Pausen sinnvoll?

     

  • Der feste Arbeitsplatz

  • Drumherum am Arbeitsplatz

  • Optimale Arbeitszeit

     

  • Klassenarbeiten sinnvoll vorbereiten

  • Wochenplan erstellen

     

  • Verschiedene Lerntypen

  • Lerntypentest

     

    Jetzt hoffen wir, dass jeder davon etwas profitiert und Neues kennengelernt hat. Viel Spaß beim Anwenden und Ausprobieren, denn nur so stellt sich dann wirklich ein Lernerfolg ein.

     

    Monika Förster                    Vroni Aschberger                Peter Pfadt

    Klassleitung M7b                Sozialpädagogin MSI          Sozialpädagoge

Besuch der Flugwerft in Oberschleißheim

 

Am Montag, den 13.10.2014, besuchte die Technikgruppe der 9. Klassen unserer Mittelschule Ismaning im Rahmen des Technikunterrichtes die Flugwerft in Oberschleißheim.

Unser Projekt sollte einen Einblick in die anfängliche und in die moderne Zeit der Flugtechnik geben.

Als die Schülerinnen und Schüler mit zwei Lehrkräften und einer Schülermutter in der Flugwerft ankamen, stand zunächst eine ausführliche Führung durch die Ausstellungshallen auf dem Plan, bei der viele Informationen über alte Flugzeuge gegeben wurden. Nach einem Einblick in den Beruf des Flugzeugmechanikers durften wir anschließend auf eigene Faust eine Halle erkunden. Hierbei konnte ein Pilotenschein beim Steuern eines Modellflugzeuges erworben werden, sich an einem Simulator als „Pilot“ betätigt oder einfach nur Flugzeuge bestaunt werden.

Insgesamt war es ein gelungener Ausflug, der unseren Schülerinnen und Schülern viele Informationen mit entsprechendem Anschauungsmaterial geboten hat.

Ein Projekt mit Menschen mit Behinderung an unserer Schule

 

Am Freitag, dem 4. April 2014, hatten wir an der Mittelschule ein Projekt mit Menschen mit Behinderung.

Es nahmen die Klassen 5b, 6b und die 7a mit Lehrern daran teil. Unsere Gäste kamen mit ihren Betreuern aus München. Wir konnten mit einem Blinden, einem Querschnittsgelähmten und fünf Spastikern sprechen. Es waren fünf Stationen teilweise im Klassenzimmer oder in der Turnhalle aufgebaut, wo wir „probieren“ konnten, wie man mit dieser Behinderung leben kann.

Bei der ersten Station war die Gesprächsrunde. Da redeten wir mit den Betroffenen und konnten Fragen stellen. Die zweite Station zeigte uns, wie man mit einer Greifbehinderung einen Apfel schälen kann. Wir bekamen dafür einen speziellen Handschuh angezogen, wo Finger zusammengenäht waren. Die dritte Station gab uns Einblicke über blinde Menschen. Ein blinder Mann erzählte über sich und schrieb unsere Namen mit einer besonderen Schreibmaschine in Blindenschrift. Danach sollten wir mit einem Blindenstock und zugebundenen Augen den Gang entlang gehen. Die vierte Station war ein Rollstuhlparcours in der Sporthalle. Da durften wir mit einem Rollstuhl verschiedene Hindernisse bewältigen: einer schob und der andere saß im Rollstuhl.  An der fünften  Station spielten wir Rollstuhlbasketball. Es war sehr schwer, überhaupt vorwärts zu kommen und sogar noch in den Korb zu treffen.

Zum Schluss verabschiedeten wir sie. Mir gefiel es gut und ich lernte viel Neues über Menschen mit Behinderung dabei. Dieser Perspektivwechsel führte dazu, dass wir Berührungsängste behinderten Menschen gegenüber verloren.

 

(M. W., Klasse 5b)

 

Perspektivwechsel an der Mittelschule Ismaning

 

Ismaning. Rollstühle werden durch die Gänge der Mittelschule Ismaning geschoben, darin fröhliche Menschen, die untypische Stellungen der Extremitäten aufweisen. Ein Blinder tastet sich selbstbewusst mit seinem Stock hinterher. Ihnen folgen neugierige Blicke der Schüler, vereinzelt ist nervöses Kichern zu hören.

Die heutigen Gäste an der Mittelschule sind eine Gruppe von Menschen mit Behinderungen, meist von einer sogenannten frühkindlichen Hirnschädigung (Infantilen Cerebralparese) betroffen, sowie einem tatkräftigen Helferteam des Vereins Gemeinsam Mensche.V.. Mit ihrem 2002 entstandenen Projekt „Perspektivwechsel“ besuchen sie Schulen in Bayern, um für Sensibilität, Achtung und Toleranz zu werden: Menschen ohne Behinderungen wird für einige Stunden die Möglichkeit gegeben, die Perspektive zu wechseln und diese andere Lebenswelt nach zu empfinden. Mittlerweile ist die Resonanz auf das Projekt so positiv und die Nachfrage so groß, dass längst nicht mehr alle Anfragen bedient werben können. Umso mehr freut sich die Organisatorin an der Mittelschule, Jugendsozialarbeiterin Veronika Aschberger, dass sie ihren Schülern diese wichtige Erfahrung ermöglichen kann.

Ca. 60 Schüler einer 5., 6. und 7. Klasse nehmen hier an dem Projekt teil, bei dem fünf verschiedene Stationen durchlaufen werden. Es gibt eine Diskussionsrunde, die von Anita Donaubauer, Vorsitzende des Fördervereins Mensch e.V. und selbst von Infantiler Cerebralparese betroffen, geleitet wird. Selbstbewusst tritt diese für gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ein und berichtet den Schülern über medizinische Ursachen, Symptome, über Einschränkungen und Alltagsbewältigung. Die anfängliche Scheu der Kinder verschwindet schnell und sie beginnen offen Fragen zu stellen. Im Nachbarzimmer lässt sich inzwischen eine weitere Gruppe von dem blinden Werner in die Hilfsmittel für Blinde einführen. Eine sogenannte Wahlschablone beispielsweise, ein kompliziertes Konstrukt aus Punktschrift, Lochungen und erhabener Schrift, ermöglicht es blinden und stark sehbehinderten Menschen selbständig an geheimen Wahlen teilzunehmen. Andere versuchen sich mit Augenbinde und Blindenstab aus dem Klassenzimmer ins Freie vorzuarbeiten. Die dritte Station des Parcours bezieht sich auf eine Greifbehinderung, die mittels Armschlingen und eigens entwickelten Handschuhen simuliert wird. Uns unbekannte Werkzeuge dienen als Hilfsmittel - so kämpfen gerade ein zwei Schüler, Deyvis und Akeem, mit einer Drahtschlinge um das Verschließen ihrer Knöpfe. In der Turnhalle wird Rollstuhlbasketball gespielt und in den achtsamen Umgang mit Rollstuhlfahrern mittels eines Hindernisparcours eingeführt.

Die Offenheit der Gäste führt zu einem raschen Abbau von Berührungsängsten bei den Schülern und den ebenso aktiven Lehrkräften. Sie probieren aus, fragen und beobachten. Schnell werden die Schwierigkeiten in der Alltagsbewältigung deutlich. Manche Räume können nur mit Unterstützung oder gar nicht erreicht werden, der Gang zur Toilette erfordert einen Begleiter. Klar ist auch, dass der Besuch ohne das Team von Unterstützern und Assistenten gar nicht möglich gewesen wäre. Das Gefühl auf andere angewiesen zu sein wiegt schwer. Gerade deshalb bewundern die Schüler den Humor und die gute Laune, die von den Menschen mit Behinderungen ausgeht.

Am Ende des Vormittags zeigen sich alle zufrieden mit der Begegnung. Eine Beschwerde kommt lediglich von Janett, Sophie und Samantha aus der 6. Klasse, dahingehend, dass die Veranstaltung zu kurz gewesen sei. Sie hätten sich noch einen zweiten Tag gewünscht, um möglichst viel auszuprobieren. Dass etliche Schüler auf ihre Pause verzichtet haben, um die vielen Möglichkeiten des Projekts zu nutzen, ist eine klare Anerkennung. Aschberger und die beteiligten Lehrkräfte, Frau Novakovic, Frau Arzberger und Frau Gunkel, werden sich auch im nächsten Jahr wieder um den Projekttag bewerben.

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